Kompakt und aerodynamisch im Design, Konfiguration via App, einfache Bedienung, hohe Konnektivität, Navigation mit Routenführung, Strava-Live-Segmente und viele weitere Funktionen. Das Gesamtpaket des Wahoo ELEMNT BOLT klang vielversprechend. Deshalb fiel meine Wahl, auf der Suche nach einem GPS Radcomputer, letztlich auf diesen. Welche Erfahrungen ich mit dem Wahoo ELEMNT BOLT gemacht habe und ob er mich tatsächlich überzeugen konnte, könnt ihr hier lesen.

Unboxing

Den Wahoo ELEMENT BOLT gibt es einzeln für 239,99€ UVP oder im Bundle inkl. Herzfrequenzmesser, Trittfrequenz- und Geschwindkeitssensor für 329,99€ UVP zu kaufen. Da ich bereits im Besitz eines Polar H7 Herzfrequenzmessers war und vorerst auf den Trittfrequenz- und Geschwindigkeitssensor verzichten wollte, habe ich mir den Wahoo ELEMNT BOLT ohne Sensoren gekauft.

Im Lieferumfang des Wahoo ELEMNT BOLT befinden sich:

  • GPS-Fahrradcomputer Wahoo ELEMNT BOLT
  • Vorbauhalterung (inkl. Kabelbinder)
  • Halterung zur Vordermontage (inkl. optionaler Sicherrungsschraube)
  • USB-Kabel
  • Kurzanleitung

Die Verarbeitung von Gerät und Zubehör ist sauber und wertig. Was mir sehr gefällt ist, dass zwei Halterungen dabei sind. Die Halterung zur Vordermontage werde ich am Rennrad verwenden und die Vorbauhalterung am Mountainbike.

Die Konfiguration via Smartphone 

Die Konfiguration des Wahoo ELEMENT BOLT erfolgt mittels der ELEMENT-App, welche für iOS und Android verfügbar ist. Schaltet man das Gerät erstmalig ein, erscheint ein QR-Code auf dem Display. Dieser ist dann mittels der ELEMENT-App zu scannen, wodurch der ELEMENT BOLT mit dem Smartphone gekoppelt wird. Anschließend kann die „App-lified“-Konfiguration beginnen.

Die Einchrichtung des ELEMENT BOLT beginnt mit der Regstrierung bei Wahoo Fitness. Wahoo bietet hierbei die einfache Option „Log In with Facebook“, welche ich auch gewählt habe. Danach muss der ELEMENT BOLT mit einem WLAN verbunden werden, um Updates beziehen und Daten synchronisieren zu können. Nun folgt noch die Eingabe einiger persönlicher Körperdaten, die Option Live Track zu aktivieren und die Verknüpfung mit anderen Apps wie Strava und Komoot. Dann ist der ELEMNT BOLT auch schon einsatzbereit. Bei mir installierte er noch eigenständig Updates und startete sich neu, was keine zwei Minuten dauerte.

Die Konfiguration via Smartphone empfand ich als sehr einfach und angenehm. Durch die App erklärt sich alles von selbst, so wünscht man sich das. In diesem Punkt hat mich der ELEMNT BOLT absolut überzeugt.

Montage am Rad 

Wie bereits angekündigt, habe ich die Vorbauhalterung für mein Mountainbike verwendet. Diese wird einfach mittels zwei Kabelbindern am Vorbau befestigt, dies ist jedoch nur möglich, wenn der Vorbau eine entsprechende länge hat. Die Kabelbinder sorgen für einen festen und sicheren Sitz der Halterung.

Die Halterung zur Vordermontage habe ich an meinem Rennrad verwendet. Diese wird einfach mittels einer Klemmschraube am Lenker fixiert – einfach und funktional.

Navigation und Komoot

Die Navigation war für mich das wichtigste Feature, weshalb ich mir überhaupt einen GPS-Radcomputer anschaffen wollte. Auslöser dafür war eine mittels Komoot geplante Tour, in einer mir unbekannten Gegend. Bei dieser gelangte ich ständig an den Punkt, dass ich mir nicht mehr sicher war, ob ich mich noch auf der vorgesehenen Route befinde. Ich musste also ständig anhalten und mein Handy aus der Hosentasche holen, um dies zu prüfen. Die umworbene „Take me Anywhere“-Funktion und die Konnektivität mit Komoot, hatten deshalb großen Einfluss auf meine Kaufeintscheidung.

Die „Take me Anywhere“-Funktion, bietet die Möglichkeit, egal wo man sich befindet, zu einem beliebigen Ziel zu navigieren. Mittels der ELEMENT-App wählt man einfach sein Ziel aus und schon wird eine Route erstellt und zum ELEMENT Bolt synchronisiert. Was mich an dieser Funktion jedoch stört ist, dass hier keine Routenoptionen möglich sind. Man kann also nicht auswählen, ob man Straße oder Gelände, sowie Berge oder Flachland bevorzugt. Daher finde ich diese Funktion leider nicht optimal.

Im Gegensatz zur „Take me Anywhere“-Funktion, konnte mich das Zusammenspiel des ELEMNT BOLT mit Komoot sehr überzeugen. Nachdem mittels der ELEMENT-App eine Verbindung zu Komoot hergestellt wurde, ist die Synchronisation total simpel. Man erstellt und speichert seine Route in Komoot (via. Smartphone-App oder Browser), schaltet auf dem ELEMENT BOLT in die Navigationsansicht und stößt per Knopfdruck eine Synchronisation an. Vorraussetzung für die Synchronisation ist natürlich, dass sich das Gerät im WLAN befindet oder mit dem Handy gekoppelt ist. Schon findet man all seine Komoot-Routen auf seinem ELEMENT BOLT wieder und kann die Navigation starten.

Einen kleinen Fallstrick gibt es hierbei allerdings auch. Die mittels Komoot geplanten Routen lassen sich nur dann Synchronisieren, wenn sich diese innerhalb einer erworbenen Karten-Region befinden. Dies hat mich kurzzeitig zum Verzweifeln gebracht, da meine Routen nicht auf den ELEMENT BOLT synchronisiert wurden. Ich zögerte allerdings nicht lange und erwarb das Komoot Komplett-Paket, welches einmalig 19,99€ kostet. Ein fairer Preis, für einen großen Mehrwert.

Trotz dieses kleinen Hindernisses, bin ich von dem Zusammenspiel des ELEMENT BOLT mit Komoot mehr als begeistert. Durch die kabellose Synchronisation, lassen sich auch Unterwegs mittels der Komoot-App Routen erstellen und auf den ELEMENT BOLT übertragen, was letztlich ebenfalls eine „Take me Anywhere“-Funktion, nur noch besser, ermöglicht.

Strava-Live-Segmente 

Die „Strava-Live-Segmente“-Funktion, war mir ebenfalls wichtig. Zum einen bereitet es mir Spaß, sich wieder und wieder an persönlichen Rekorden und Bestzeiten zu versuchen und zum Anderen ist es ein super Anreiz im Training.

Die Synchronisation ist auch hier total simpel. Die in Strava favorisierten Segmente werden automatisch auf den ELEMNT BOLT übertragen. Auch hier ist wieder vorausgesetzt, dass eine WLAN Verbindung oder eine Koppelung mit dem Smartphone besteht.

In der Strava-Live-Segmente-Ansicht des ELEMENT BOLT findet man dann all seine favorisierten Segmente, mit seinen jeweiligen persönlichen Rekorden und den Bestzeiten wieder. Während einer Aktivtät, sieht man in dieser Ansicht, welche Segmente sich aktuell in der Nähe befinden und wie weit man von diesen entfernt ist. Was ich jedoch etwas schade finde ist, dass die Segmente nicht in der Karten-Ansicht eingezeichnet sind.

Fährt man dann in ein Segment ein, kann man seinen Fortschritt auf dem Display live verfolgen. Dabei lässt sich umschalten ob man gegen seinen Persönlichen Rekord oder den KOM fahren möchte. Die LED Leiste, am oberen Displayrand des ELEMENT BOLT, signalisiert einem, ob man seinem persönlichen Rekord vorraus oder hinterher ist. Auf dem Display lässt sich sogar der genaue Vorsprung oder Rückstand in Sekunden ablesen. Außerdem ist die noch zurückzulegende Distanz, das Höhenprofil, eine voraussichtliche Endzeit, die aktuelle Zeit und die Zeit des zu schlagenden persönlichen Rekords bzw. des KOMs ersichtlich.

Einen Fallstrick gibt es bei der „Strava-Live-Segmente“-Funktion allerdings auch, denn diese steht nur Strava-Premium-Mitgliedern zur Verfügung.

FORTSETZUNG FOLGT ….